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- Allgemein (39)
- 3.3.2012: 5 Bannewitzer Schachspieler erobern Marienbad
- 27.11.2011: Remiskönig !
- 27.11.2011: Buletten, Buletten
- 26.11.2011: Bulletten, Bulletten
- 26.11.2011: Einfach zu alt !
- 26.11.2011: Einfach zu alt !
- 9.1.2011: zurück im Schachalltag
- 7.1.2011: Und wieder Prag
- 11.1.2009: Russeninvasion
- 9.4.2007: EM-Impression von Pirat8
5 Bannewitzer Schachspieler erobern Marienbad
3.3.2012 von Pirat8.
Was haben Antonín Dvořák, Sigmund Freud, Zar Nikolaus II. und Mark Twain gemeinsam?
Sie alle waren Kurgäste in Marienbad.
In dieses Städtchen im äußersten Westen Tschechiens gelegen, führt uns der heutige Bericht.
Anlass unserer Reise war jedoch kein Kuraufenthalt, sondern, wie kann es für Schachspieler anders sein, ein Schachturnier.
150 Spieler aus 17 Ländern trafen sich zum “Marienbad-Open”, dass bereits zum elften Mal ausgetragen wurde. Aus dem Fakt, dass das Turnier für Spieler aller Leistungsklassen offen ist, leitet sich der Name “Open” ab.
Immerhin hatten sich fünf Spieler der 1. Bannewitzer Schachmannschaft, die diese Saison in der höchsten Liga Sachsens im Punktspielbetrieb die Klingen kreuzt, zusammen gefunden, um in Marienbad Bannewitzer Schachflagge zu zeigen. Das war für ein Turnier in Böhmen neuer interner Vereinsrekord. Unser Spitzenbrett, Rainer Rösemann, wagte sich als Fidemeister gar ins parallel stattfindende IM-Turnier(IM steht für Internationaler Meister), um evtl. eine IM-Norm zu ergattern.
Unser Quartier befand sich eine knappe halbe Gehstunde vom Hotel Polonia, dem Turnieraustragungsort, entfernt. Da bis auf eine Ausnahme nur eine Partie je Tag gespielt wurde, gestaltete sich die Woche sehr erholsam. Das Wetter lud vor allem die ersten Tage mit Matschwetter wenig zu Spaziergängen und Ausflügen ein, also nutzten wir die Zeit zum Ausschlafen und zur Partievorbereitung. Gegen Wochenmitte sank die Quecksilbersäule unter 0°C, so dass nun stabiles Winterwetter Einzug hielt.
Für uns das Zeichen, uns wenigstens etwas in der Umgebung umzutun. Wir fuhren ins nahegelegene Prämonstratenserkloster Tepl, welchem Marienbad seine Gründung verdankt. Bereits im 12. Jahrhundert gegründet, erlebte das Kloster Höhen und Tiefen. Goethe überließ dem Kloster als Dank für Kuraufenthalte in seinen späten Jahren seine Gesteinssammlung. Drastisch war der Einschnitt während der Herrschaft der Kommunisten ab 1948. Nicht untypisch das Beispiel des Abts Hermann Josef Tyl, der 1943 von den Nationalsozialisten in Auschwitz und Buchenwald interniert wurde, sich nach dem Krieg für den Wiederaufbau einer neuen Glaubensgemeinde stark machte und 1948 in ein kommunistisches Konzentrationslager kam. Das Kloster wurde 1950 “gesäubert” und der tschechischen Armee übergeben. Ab 1978 stand die Klosteranlage leer und verfiel. Auch heute noch ist der Sanierungsbedarf enorm, obwohl einzelne Gebäude bereits restauriert wurden.

Auf dem Rückweg vom Kloster speisten wir im Bierkeller von Kuttenplan, der 40 Meter in den Granit getrieben wurde. Wahrzeichen des dort gebrauten Biers ist ein Hund, der der Überlieferung nach im Mittelalter eine sehr ausgiebige Quelle aufgespürt haben soll.
In Marienbad selbst befanden sich die bekannten Kolonnaden nur wenige hundert Meter von unserem Spiellokal entfernt. Der mutigere Teil von uns füllte vor Partiebeginn die Wasserflasche mit dem Mineralwasser, was aus vier verschiedenen Quellen im Pavillon der Kreuzquelle sprudelte. Als am bekömmlichsten stellte sich die Karolinenquelle heraus. Deren Mineralgehalt beträgt 1690mg/Liter. Den “gefährlichsten” Eindruck hinterließ bei uns das Wasser der Kreuzquelle mit einem Mineralgehalt von 9600mg/Liter. Keiner von uns wagte es größere Mengen dieses Wassers am Schachbrett zu sich zu nehmen.

Da wir uns diesmal vor fast jeder Partie gut vorbereiteten, lief das Turnier für alle von uns ganz gut. Unser bester Mann, Peter Simon, spielte am letzten Tag sogar an Tisch 3. Leider verlor er gegen die russische Frauengroßmeisterin Irina Semenova. Sonst hätte es sogar zu einem Spitzenplatz gereicht.

Insgesamt platzierten wir uns aber alle 4 im ersten Drittel des Teilnehmerfeldes. Rainer hatte im IM-Turnier einen Superstart, verlor dann aber mehrere Partien in Folge, so dass es am Ende nichts mit der IM-Norm wurde.
Dem Autor dieser Zeilen gelang eine hübsche Partie gegen eine polnische Nachwuchsspielerin. Das Diagramm zeigt die Stellung vor dem letzten Zug von Schwarz.

Gerade hat Weiß den Springer auf das Eckfeld h1 gezogen, um das Matt auf f2 abzudecken. Wie konnte Schwarz jetzt den Karnickelfangschlag anbringen? Wer die Lösung kennt, schreibt sie an bbb-schach-raetsel@randspringer.de. Zu gewinnen gibt es eine Flasche Pilsner Urquell.
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Remiskönig !
27.11.2011 von Whiterocker.
Es ist vollbracht. Nach 40 Zügen und knapp 4 Stunden endete auch meine fünfte Partie mit einem Remis. So etwas nennt man Kontinuität oder einen lückenlosen Zusammenhang.
Zum Frühstück konnte ich meine, zugegeben mangelhaften, Kenntnisse einer slawischen, wenn auch nicht die, der Dammvorstädter, Sprache nutzbringend anwenden und dem Kassierer des Übernachtungspreises ( auch eine gute Geschäftsidee: Man setzt denMitarbeiter mit 0,0 Fremdsprachkenntnissen auf diesen Platz) klarmachen, dass die Zahlen 24,25,26 neben dem jeweiligem Preis von 133 PLN nicht eine etwaige “Konsumentia” waren, sondern einfach das Datum.
Das soll aber den guten Eindruck auf dem anderen Oderufer nicht schmälern. Auch dort kommen die wilki - nie allein !
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Buletten, Buletten
27.11.2011 von Pirat8.
Während Sportfreund Linde sicherlich gerade um den letzten halben Punkt mit einen seiner berühmten Antischeinrückopfer mauschelt, möchte ich die Gelegenheit nutzen, eine kulturelle Scharte im Antlitz dieses Blogs zu verbinden.
Es handelt sich um die mehrfache Verwendung des “Wortes” Bullette in seinem letzten Blogbeitrag.
Das Wort Bulette wurde von den aus Frankreich stammenden Hugenotten in Berlin und der Mark Brandenburg eingeführt. Es stammt vom französischen “boulette” (Fleischbällchen) ab, was wiederum dem Wort “boule” (Kugel) seine Wurzel verdankt.
Das Wort Bullette existiert hingegen in der deutschen Sprache nicht. Vielleicht hat der Autor an die Bullenschweine vom BFC-Dynamo gedacht und es kam eine inkorrekte Assoziation im Kortex zustande. Oder er vermutete, dass Buletten nur aus gutem deutschen Bullenfleisch hergestellt werden. Das ist ebenso falsch. Buletten werden aus allen Möglichen hergestellt: Deutschen Bullen, Algen, in Frankfurt a.d.Oder polnischen Katzen, tschechischen Meerschweinchen und im Dezember 1989 wurde sogar der Zauberpeter in einer Bulette verarbeitet.
Die Verwendung des Wortes Bullette anstelle des korrekten Bulette wäre nicht weiter tragisch, jedoch hat der Autor einen sehr berühmten Dichtersohn. Wollen wir hoffen, dass die mendelschen Gesetze auch für den Linde-Clan greifen. Wenn nicht, wäre dies dann in der Tat fatal.
Normalerweise hätte ich dem Autor die Benutzung des Wortes Frikadelle nahegelegt, jedoch befürchte ich bei der assoziativen Windhündigkeit von Linde damit vom Regen in die Traufe zu geraten. Für die fehlerhafte Schreibweise Frickadelle spricht die gar zu einfache(wenn auch falsche) Eselsbrücke: Vorne wie Ficken mit “r” und hinten “adelle” - ist doch klar.
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Bulletten, Bulletten
26.11.2011 von Whiterocker.
Runde 3 und 4 hielt jeweils eine Bullette als Gegner bereit. Eigentlich eine meiner Lieblingsspeisen. Die erste war ja noch gut verdaulich, abgesehen von der Frechheit, mir BDG aus meinem Skandinavier vorzusetzen. Dann löste sich das Getöse in Schall und Rauch auf und ich hatte Muße, den sogenannten Polenmarkt in der Dammvorstadt zu besuchen.
Also die von Vietnamesen beherrschten Märke and der Sächsich-Böhmischen Grenze sind ein lauer Pups gegen diesen (nach einem Brand und 3 Jahren Wiederaufbauzeit erst kürzlich wieder eröffnet). Leider sind die von den städtischen Markthallen her bekannten lokalen Anbieter mit Pilzen, Honig, und selbst Eingelegtem in der Minderheit. Allerdings fehlen vollständig Gartenzwerge, Vogelhäuser und Wackeldackel. Es sind aber noch Buden zu vermieten !
Die zweite Bullette war dann heute Nachmittag von anderem Kalliber. Die hat dem gestrigen Getier alle Ehre gemacht. Hat mich sogar belehrt, was ich vom Alter her schon eine Zumutung fand, und stand eigentlich gut gegen mich. Aber nur eigentlich. Durch ein Scheinopfer meines Läufers und ein erzwungenes Rückopfer einer Qualität, mußte er selber Remis bieten.
Zum Glück sind es 10 km vom Ramada zu meiner Unterkunft. So ist ausgeschlossen, dass der Gestank der sich grau gefärbten Bullette bis hier her dringt.
Morgen wartet die Setzlistennummer 2 auf mich ( Ich habe dann weg 1,2,3,5,6). Übrigens die 1. Runde meiner Gruppe ist im Internet falsch ausgewiesen,. Ich habe mit Schwarz gegen Böhme gespielt.
Noch eine Frage an alle: Kann man durch Mail’s angesteckt werden ? Pipo I hat sich unmöglich abwertend gegen über meinenvschachlichen Resultaten geäußert.
Dabei ist er doch krank.
Ich baue hier auf jeden Fall der Ansteckungsgefahr vor und bestelle nun wiederholt einen Zubrovka, den ich auch auf das Wohl der Wölfe genieße, die nie allein kommen und nach schlimmen 3 Vierteln doch noch gewonnen haben.
Alles Live beim Schreiben verfolgt. Also verzeiht mir die Rechtschreibfehler.
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Einfach zu alt !
26.11.2011 von Whiterocker.
In Vorbereitung auf mein schachliches Highlight für 2012 - das Auswärtsspiel am 15.Januar, irgendwo im Niemandsland zwischen Sachsen, Böhmen und Schlesien - habe ich meine guten Vorsätze über den Haufen geworfen. Ich wollte kein Turnier mehr spielen, zu dem ich an mehreren Tagen, mehr als ein mal ans Brett muss. Habe mich also in für mich unbekannte Gefilde aufgemacht und über die erste sozialistische Stadt der verblichenen DDR FFO erreicht. Obwohl: Mein Navi hat mehrmals hartnäckig behauptet, ich solle doch nach Frankfurt am Main abbiegen.
Quartier habe ich in der Dammvorstadt genommen. Hier wollen sie zwar Groschen als Zahlungsmittel - das aber mehr als die Hälfte günstiger als am Austragungsort ( 62 € Sonderpreis für das Zimmer sind dort schon happig , unverschämt sind dann allerdings die zusätzlichen 11 € fürs Frühstück - das allein wären noch 1989 ungefähr 40 Mark für die Getreuen aus oben erwähntem Stalinstadt).
Außerdem muss man im Ramada - FFO bei geschlossenem Fenster schlafen, will man nicht die ganze Nacht dem Transitverkehr nach Warschau, Kaschubien ,Baltikum, Ostpreußen und St. Petersburg lauschen.
Hier am Rande der Dammvorstadt ist man mitten im Wald.
Das Turnier begann heute 10:00 Uhr. Mein Gegner holte gleich zur Begrüßung die Keule raus. Er kenne da jemanden aus unserem Verein, der aber im Gegensatz zu ihm ein schachlicher Zwerg sei. Auf Grund seines Dialektes konnte er nur unser Spitzenbrett der 2.Mannschaft meinen - also Gruß an den Zwerg.
Diesem Menschenschlag wird ja nachgesagt, dass er an gewissem Körperteilen übel rieche. ZurEhrenrettung meines Gegners: Das war bei ihm nicht der Fall. Allerdings war er nach 5 Stunden (wir spielten die längste Partie in unserer Gruppe) arg stinkig, nachdem ich eine Remisstellung ( Gruß an Pipo II - ich habe deine Stellung (Stonewall) vom Sonntag richtig zu Ende gespielt - das habe ich mir abgeguckt !!!) per Läuferopfer zum “Tot-Remis” mit nur noch Restsekunden auf der Uhr gebracht hatte.
Noch übler traf’s mich in der 2. Runde. Der Schachfreund trägt den üblen Geruch schon im Namen seines Vereins. Sicherlich ist das der Tatsache geschuldet, dass er nur zur Hälfte der Zeit meines Gegners Nummer 1 das Wasser sieht.
Als Setzlistennummer 1 spielte er arg gekünstelt. Da ich aber nun wirklich zu alt bin, nach nur einer Stunde Pause noch mal zu kneten, nahm ich sein Remisgebot an, nachdem er meins zugs zuvor abgelehnt hat.
Hier der Link zum Turnier: http://www.ramada-cup.de/frankfurt/turnier.html?gruppe=B&typ=tn
Whiterocker
die Wölfe kommen -nie allein !
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Einfach zu alt !
26.11.2011 von Whiterocker.
In Vorbereitung auf mein schachliches Highlight für 2012 - das
Auswärtsspiel am 15.Januar, irgendwo im Niemandsland zwischen Sachsen,
Böhmen und Schlesien - habe ich meine guten Vorsätze über den Haufen
geworfen. Ich wollte kein Turnier mehr spielen, zu dem ich an mehreren
Tagen, mehr als ein mal ans Brett muss. Habe mich also in für mich
unbekannte Gefilde aufgemacht und über die erste sozialistische Stadt
der verblichenen DDR FFO erreicht. Obwohl: Mein Navi hat mehrmals
hartnäckig behauptet, ich solle doch nach Frankfurt am Main abbiegen.
Quartier habe ich in der Dammvorstadt genommen. Hier wollen sie zwar
Groschen als Zahlungsmittel - das aber mehr als die Hälfte günstiger als
am Austragungsort ( 62 € Sonderpreis für das Zimmer sind dort schon
happig , unverschämt sind dann allerdings die zusätzlichen 11 € fürs
Frühstück - das allein wären noch 1989 ungefähr 40 Mark für die
Getreuen aus oben erwähntem Stalinstadt).
Außerdem muss man im Ramada - FFO bei geschlossenem Fenster schlafen,
will man nicht die ganze Nacht dem Transitverkehr nach Warschau,
Kaschubien ,Baltikum, Ostpreußen und St. Petersburg lauschen.
Hier am Rande der Dammvorstadt ist man mitten im Wald.
Das Turnier begann heute 10:00 Uhr. Mein Gegner holte gleich zur
Begrüßung die Keule raus. Er kenne da jemanden aus unserem Verein, der
aber im Gegensatz zu ihm ein schachlicher Zwerg sei. Auf Grund seines
Dialektes konnte er nur unser Spitzenbrett der 2.Mannschaft meinen -
also Gruß an den Zwerg.
Diesem Menschenschlag wird ja nachgesagt, dass er an gewissem
Körperteilen übel rieche. ZurEhrenrettung meines Gegners: Das war bei
ihm nicht der Fall. Allerdings war er nach 5 Stunden (wir spielten die
längste Partie in unserer Gruppe) arg stinkig, nachdem ich eine
Remisstellung ( Gruß an Pipo II - ich habe deine Stellung (Stonewall)
vom Sonntag richtig zu Ende gespielt - das habe ich mir abgeguckt !!!)
per Läuferopfer zum “Tot-Remis” mit nur noch Restsekunden auf der Uhr
gebracht hatte.
Noch übler traf’s mich in der 2. Runde. Der Schachfreund trägt den üblen
Geruch schon im Namen seines Vereins. Sicherlich ist das der Tatsache
geschuldet, dass er nur zur Hälfte der Zeit meines Gegners Nummer 1 das
Wasser sieht.
Als Setzlistennummer 1 spielte er arg gekünstelt. Da ich aber nun
wirklich zu alt bin, nach nur einer Stunde Pause noch mal zu kneten,
nahm ich sein Remisgebot an, nachdem er meins zugs zuvor abgelehnt hat.
Whiterock
die Wölfe kommen -nie allein !
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zurück im Schachalltag
9.1.2011 von Whiterocker.
Die gestrige Runde brachte für mich nicht das erhoffte Ergebnis. Wieder mal stand ich etwas besser, konnte aber selbst einen Mehrbauer ( PocketFritz zeigte nach der Partie nur ein +0.19 an) nicht zum Sieg wandeln. Also reichlich 5 Stunden vergebene Mühe und zum Schluss noch ein mehr glückliches Remis.
Auch im “Velryba” weit und breit keine hübsche Französinnen ( nur ein paar sehr derbe Austraulier, dafür erfreulicher Weise viele Böhmer). Es hat sich wohl doch bis Frankreich rumgesprochen, dass Franz Kafka seine Bücher in Deutsch ( seiner Muttersprache ) veröffentlicht hat. Also in Dresden nach den Mädels umgucken !
Vor der heutigen Runde werde ich mich zum “Schwarzen Ochsen” aufmachen. Dort gibt’s das Großpopowitzer (hätte fast Großpipo geschrieben- das wäre aber arg übertrieben) - für mich das Beste aller böhmischen Biere. Hoffe, dass es dann im Schach auch läuft.
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Und wieder Prag
7.1.2011 von Whiterocker.
Nachdem Rainer Rösemann sein gutes Abschneiden im Bad Zwesten vollkommen unkommentiert über die Bühne gelaufen ist ( jetzt fehlen nur noch 30 Ratingpunkte zum FM !) ein paar Anmerkungen von mir zum aktuellem Turnier in Prag.
Die erste Runde ist gelaufen, natürlich mit allem Streß der Anreise, Klarmachen des Hotels, der Anmeldung und des eigentlichen Schachspiels. Ein zugeloster dänischer Spieler lies mich mit Schwarz schon verlocken ins Skandinavische abzuleiten - doch was bekam ich vorgesetzt ? - Pipos (I) Bird . Und zu allem Überfluß ging es dann auch noch in Pipo (II) seinen weißen Stonewall über.
Ihr Pipos der Welt zieht Euch warm an, auch ein Däne sieht mit dieser Eröffnung alt aus. Da half auch seine seit 11 Jahren innige Bekannschaft mit einem böhmischen Girlfriend nichts - Schwarzsieg fürBannewitz.
Das erste Brett vom SV Strießen 1990 - ein alter Bekannter für uns Bannewitzer - verbuchte einen 0-start gegen einen um fast 400 Punkten schwächeren Gegner. Das hat man von einer vortäglichen Anreise und der Bequemlichkeit im auszuführendem Hotel, weit weg von jeglichem innerstädtischen Trubel,zu buchen.
Ich bin wieder in Hotel Ostruvek. Nebenan die “Hütte” - ein Lokal mit gewaltigem Holzkohlegrill und typischen böhmischen Speisen - Tlacenka sei hervorgehoben. Bei der Bestellung heißt das natürlch Tlacenku - Akkusativ, wie im Deutschen.
Im Hotel selber, heute kein Country-Abend , aber eine Feier mit böhmischen Volksliedergut. Die können alle echt von der ersten bis zur letzten Strophe mitsingen- und es klingt trotzdem wie Country.
Die samstägliche Runde beginnt erst 16:00 Uhr. Bis dahin werde ich die Zeit nutzen, den “Walfisch” ausfindig zu machen. Das ist ‘ne Kneipe in der Nähe vom “U Fleku” - welches ich wegen Snobismus und fehlender Böhmer boykottiere. Dort , im “Walfisch”, soll es aber außerordentlich hübsche französiche Studentinnen geben, die die tschechische Sprache büffeln, mit dem einzigen Ziel, the greatest czech author - Franz Kafka- , im Original lesen zu können.
Ich werde berichten !
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Russeninvasion
11.1.2009 von Whiterocker.
Wie jetzt seit neun Jahren geht der Jahrgang der Czech-Tour mit dem Open Praha und dem in Marienbad seinem Ende entgegen. Neu ist, dass die bisher Führenden in Anbetracht der (vermeintlich) schwächeren Gegnerschaft im B-Turnier melden. Damit verspricht dies interessante Konstellationenund Gegnerschaft.
Vor der ersten Runde stand natürlich erst mal die Anreise. Und wie immer , wenn das Bannewitzer Schach sich den öffentlichen Verkehrsmitteln anvertraut, gibt’s erst mal Unanehmlichkeiten und Verzögerungen. Bin schon jetzt auf die Rückfahrt gespannt.
Die erste Runde wuchs sich für mich zu einer schier endlosen Geschichte aus. Mit dem Bonus von 30 Sekunden je Zug ergab das bei über 100 Zügen die längste Partie am Eröffnungstag. Und alles nur, weil ich eine schöne Kombination im 35. Zug übersah. Mein Sieg war aber in keiner Phase gefährdet. Dieser beschehrte mir dann für die 2. Runde einen der Turnierfavoriten als Gegner, natürlich einen Russen.
Und damit bin ich schon beim Stichwort. Zum Frühstück im Hotel musste ich seine Landsleute ertragen. Dazu muss ich zu meiner Schande eingestehen, dass ich mich nach meiner ersten Übernachtung in einem bundesdeutschen Hotel nach dem Frühstück elendig fühlte, einfach aus der Tatsache heraus, dass ich mich (fast) überfressen hatte.
Was ich aber hier am Samstag erlebte, sprengte all meine Vorstellungskräfte. Erst drehen die Russen ihren slawischen Brüdern des Gashahn ab, dann fallen sie per Bus hier ein, drehen die Heizung auch noch auf die höchste Stufe, zumindest kamen sie fast ausnahmslos in Schlappen und Unterwäsche zum Früshtücksbufet und plünderten dieses mit Brotbüchsen und Thermoskannen.
Ich verlies den Frühstücksraum panikartig und widmete mich der Vorbereitung auf Towarisch Golcman. Das stellte sich dann jedoch um 16:00 Uhr als Fehlinvestition heraus.
Ich bekan Holländisch vorgesetzt . Zu dieser Eröffnung hatte ich mich früher schon mal ausgelassen.
So brutal wie seine Landsleute beim Frühstück waren, knüpfte ich ihm einen Bauer ab. Er hatte jedoch das Läuferpaar und wollte aus Gnatz auf Gewinn spielen. Mit meinen wenigen Kenntnissen der russischen Sprache, machte ich ihm klar, dass ich dieses Läuferpaar spalten werde. Somit bot er mit seinem 2299 selber remis an. So konnte ich im Gegensatz zum Vortag schon rechtzeitig meinen Platz in der Stammkneipe einnehmen.
Der anschließend etwas getrübte Blick in meinen Computer, vergegenwärtigte mich mit meinem heutigen Gegner Rainer Siegmund vom SV Striesen . Ich hatte ihn erst beim Weihnachtsblitz in Striesen betrogen, so dass ich der Meinung war, er wolle gar nicht richtig kämpfen. Das war aber wieder mal eine Fehleinschätzung. IOc musste ich mich mit Schwarz lange mühen, bis er selber Remis bot. ich hoffe natürlich, dass Alex das in einer woche toppen kann.
Somit habe ich einen ganz passablen Start hingelegt. Mal sehen was die nächsten 6 Runden bringen.
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EM-Impression von Pirat8
9.4.2007 von Pirat8.
Genossen,
schön ist es auf der Welt zu sein, noch dazu ohne Frau und Kinderlein…
Da die Piratenkinder samt Sandruschka noch immer im kalten Erzgebirge weilen, konnte ich mir heute den ganzen Ostermontagnachmittag mit EM-Schach um die Ohren schlagen und was soll ich sagen: Es hat sich gelohnt, schon allein wegen des folgenden Zwischenfalls.
Klaus Bischoff nimmt sich im Vorraum fürs Publikum ein paar der laufenden Partien zur Brust, darunter die von Elisabeth Pähtz.
Elisabeth steht die ganze Partie über ziemlich mau und schließlich holt die Kontrahentin zum entscheidenden Schlag aus. Der lapidare Kommentar von Klaus Bischoff: “Das ist jetzt der KARNICKELFANGSCHLAG.” Ich finde es toll, wenn Großmeister Schach so lebendig schildern können ! Ich werde die Vokabel vom Karnickelfangschlag auf jeden Fall in mein Repertoire für das Schachspiel mit Jannik und Mette
mit aufnehmen. Klingt irgendwie dynamischer und kraftvoller als Matt oder schwerer Figurenverlust.
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