Mal ein Tag ohne Schach – das abendliche Blitzturnier schenke ich mir

Heute war der von vielen ersehnte Ruhetag.
Zeit also, sich noch etwas mit der Umgebung vertraut zu machen. Der erste Weg führte zum Greg Aquarium. Hier hätten wohl solche Fischräuber wie die beiden Pipo’s gern mal Ihre Angel in eines der Becken reingehalten, denn von solchen Fischen träumen sie nur.
Nachmittagsdann nach Kronos- alte Steine angucken.
Dann erst am Abend die Analyse der Nachmittagspartie vom Vortag.
Ich kann Pipo beruhigen. Nur eines der vier vorangegangenen Remisen war nicht ausgekämpft.
Ausgerechnet in der 5. Runde hatte man mich und den männlichen Part unserer Taxifahrgemeinschaft vom Anreisetag ausgelost. Da wir schon einige Sachen zusammen unternommen hatten, wollten wir nicht so recht kämpfen.
In der Nachmittagspartie hatte ich zium ersten Mal etwas Glück, dass mein Gegner eine vorteilhafte Abwicklung übersah. Ich habe dann ingesamt 40 min für die Suche nach dem Gewinnweg investiert, Musste zwischenzeitlich den 40. Zug wegen der Zeitkontrolle ausführen ( 90 min für 40 Züge , dann + 30 min und ab dem 1.Zug 30s je Zug). Habe einfach nichts gefunden: Übrigens auch nach der Partie nicht inmitten vieler Mitspieler.
Mußte dann zum Tiger blanco übergehen, um wieder etwas runter zukommen.
Heute, zum Frühstück, teilte mir unsere Bekanntschaft aus Italien den Gewinnweg mit, den er am Computer gefunden hat. Habe es soeben überprüft. Stimmt !
Ansonsten ist das hier ein sehr ausgeglichenes Teilnehmerfeld in der Kategorie C.
Jetzt sind es nur noch 3 Runden, die jeweils an einem Tag gespielt werden.

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Guten Morgen Carl Schlechter!

Hallo Carl,

ich wünsche eine angenehme Remispartie am heutigen Tag. Ich nehme an, die letzten 4 Remispartien waren bis auf den letzten Blutstropfen ausgekämpft…

Grüße Pirat8

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Rote Fahnen über Kreta

Gestern fiel das Bad im Meer aus. Einmal,weil wir als ordentliche Touristen die roten Fahnen auf dem Turm der Rettungsschwimmer beachten, und zum anderen wegen des doch imposanten Wellenganges. Baden im Pool direkt neben dem Meer ist einfach nur doof.
Außerdem standen 2 Runden im Schachturnier an, was ich nun gar nicht so mag.
Habe mich dann auch nach der zweiten Partie etwas geärgert. Nicht das ich einen Gewinn ausgelassen hätte. Mein russischer Gegner (für Böhmenreisende Typ Golcman)
erwies sich dann bei der Analyse als sehr spontaner Optimist.
Jetzt habe ich doch noch einen Kritikpunkt in dieser Anlage hier gefunden. Das Internet ist verdammt langsam. Das ist aber bei der Anzahl der Nutzer an einem einzigen Spot kein Wunder. Also heißt es die frühen Stunden zu nutzen.
Überhaupt ist es für uns das erste Mal All-Inclusive. Fast rund um die Uhr kann man sich mit allem Versorgen. Frei zugängliche „Zapfhähne“ für Kaffee verschiedener Ausprägung,Bier, Rot-, Rose- und Weißwein und Säfte aller Art und verschiedene Bars mit Snacks stehen dann zur Verfügung, wenn der große Speisesaal mit seinen überbordenden Buffets geschlossen hat. Die Freundlichkeit des gesamten Personals überstrahlt alles. Die bleiben auch gelassen ,wenn insbesondere Deutsche und Russen (hier außerhalb des Schachturniers in der Überzahl) ihre Gewohnheiten ausleben.
Ich werde versuchen, Pipo ein paar Bilder über SkyDrive zur Verfügung zu stellen die er dann hier einbinden kann.

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Amateurschach auf Kreta – geringe Kriminalität und Griechischer Tiger

Die ACO -eine relativ neue Organisation für Schachspieler – oder von vielen auch als neuer Turnier- und Reiseorganisator bezeichnet- veranstaltet im zweiten Jahr ihre Amateur-Weltmeisterschaft. Dieses Mal auf Kreta. Irgendwann im Januaer fiel mir die Ausschreibung auf, die ich meiner Frau offerierte. Da sie nichts gegen 9 Tage All-InKlusive in einem 4-Sterne-Ressort am Mittelmeer hatte (der Alte ist da ja mit Schach beschäftigt und stört wohl kaum), meldete ich mich samt Begleitung an.
Letzten Samstag ging es per Billigflieger von Dresden über Köln/Bonn nach Heraklion.
Ach wie entspannend waren doch die Anreisen mit Pipo I (oder auch Pirat8 oder einfach Porschi) zu Schachturnieren. Ankunft im Hotel oder Pension – Anfreunden mit den Wirtsleuten – Frühstückszeitpunkt klar machen und ab in die nächste Lokalität hin zu Piwo , Utopenec und Jatra.
Völlig anders am Samstag. Habe mich bei Ankunft auf Kreta überreden lassen, das schwerere Gepäckstück( natürlich gehört das meiner Frau ) zu buckeln. Habe dann versucht,ausfindig zu machen, wie wir zum Hotel kommen. Traf auf ein Ehepaar das auch das gleiche Ziel hatte ( beides Schachspieler). Wir machten ein Taxi klar (20 min. Fahrt für 20 € zu Viert inklusive Gepäck. Also alles einladen, einsteigen und sich bedingslos dem Fahrstil des Fahrers ausliefern (Rote Ampeln, Stoppschilder und durchgezogene Linien interessieren nicht) – Ankunft im Hotel -alles ausladen – mein Trolley fehlt ! Meiner Frau schwante,dass sie überfordert war. Zwischen Zigarette ausdrücken und Marsch zum Taxi lies sie einfach das ihr anvertraute auf der Straße stehen. Ich jetzt mit dem Fahrer zurück. Mir war speiübel, dann auch noch verschärfter Fahrstil – beide Hände am Handy- seine Kumpels sollten doch mal nachsehen. Keiner war vor Ort – also Tempo rauf und zurück zum Flughafen. Kein Trolley beim Taxieinstieg. Aber dann,an der Raucherinsel am Flughafen stand er. Völlig unbeachtet von allen Leuten rings rum. Jetzt habe ich ihn persönlich eingeladen und zurück zum Hotel. Der Fahrstil war mir jetzt völlig egal. Am glücklichsten war wohl dann doch meine Frrau.
Nach Anmeldung und eilig eingenommen Abendbrot – trotz eigentlich abgelaufener vorgeschriebener Zeit war noch reichlich Auswahl da- das Zimmer jetzt schon im Dunkeln gesucht und mit Hilfe eines Angestellten auch gefunden.
Endlich dann gegen 22:00 Uhr an der Bar zur Ruhe gekommen. Mehrere Griechische Tiger (Ouzo mit Orangensaft) sorgten für Bettschwehre.
Heute früh dann die Überraschung. Wir haben eine Art Reihenbungalow bezogen. Blick direkt aufs Meer. Der Strand in einer Minute erreichbar. Auch sonst ist für uns alles in Ordnung. Trotz einiger gegensätzlicher Bewertungen im Netz haben wir weder am Essen , Trinken und den anderen Sachen was auszusetzten. Sehr angenehm ist die Freundlichkeit des gesamtem Personals.
Ach ja – Schach gespielt wird auch. Nach mehreren Auslosungsanläufen gings dann heute gegen 10:30 Uhr Ortszeit los.Ergebnisse finden die Interessierten unter http://chess-results.com/tnr100893.aspx?art=0&lan=1&wi=821

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Abschied von Marienbad

Aussichtsturm in romanischer Bauform über Marienbad(100 Stufen, 20m Höhe, Baujahr 1876)

Blick vom Hamelka

Verweilplatz von Goethe in Marienbad

die Singende Fontäne singt im Winter nicht

Peter in letzter Runde

Theo Gungl vs. FM Bartos in letzter Runde

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Mitteldicker russischer IM trinkt Bier vor Wettkampf, dicker IM trinkt Bier nach Wettkampf

Schon vor der letzten Runde steht der Sieger des Marienbad-Open fest. Es ist ein Inder, der noch unausgewachsen ist. Trotzdem hat er den Titelträgern hier das Fürchten gelernt. Heute musste IM Kolbus dran glauben.

Puranik Abhimanyu

Schachlich lief es bei Peter heute super. Mit Weiß spielte er eine sehr stringente Partie gegen Grünfeld. An dem Sieg gab es nichts zu rütteln. Morgen muss er nun gegen das schachliche Schwergewicht Kolbus mit Schwarz ran.

Pirat8 erzielte großen Vorteil aus der Eröffnung, versemmelte die Partie aber noch zum Remis. Das war nicht so gut.

Heute war auch mal wieder cachen angesagt – wenigstens der Versuch meinerseits. Einen direkten Erfolg gab es nicht, aber immerhin bin ich durch etliches Fichtengehölz gewandert und habe den hiesigen jüdischen Friedhof besucht. Dort wird noch heute aktiv beerdigt, wie ich lesen konnte. Nach der Größe der Fläche zu urteilen, leben in Marienbad aber dann nur noch 1.5-3.5 Juden. Aber er ist sehr schön, direkt am Waldesrand gelegen.

Wie kommt es nun zu der Überschrift des Blogs? Also der VOR der Partie trinkt, ist der Lieblings-IM von Pirat8. Der Name des nach der Partie trinkenden(heute mit Grund) ist ein Rätsel.

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Gar lustig find’s der Leonid wenn man an seinem Breschnew zieht

Die morgendliche Zigarette auf dem Balkon(wir rauchen nicht nur auf dem Zimmer) zeigte heute folgendes Bild:

Wie der geneigte Blogleser weiß, nächtigen wir im Hotel Speedway – genau am Speedwaystadion. Offenbar treffen sich Teile der hiesigen Bevölkerung am Morgen, um mit Ski Stadionrunden zu drehen. Bisher habe ich das tschechische Völkchen für durchaus gewitzt gehalten. Ich bin mir nun nicht mehr so sicher.

Peter hat Linde mit seinen Tschechischkenntnissen  schon mindestens dreimal mit Speed überrundet. Er fängt schon an die Sprache kreativ zu verwenden. Der Aschenbecher heißt nicht mehr einfach Popelnik sondern viel hübscher Popelnikova. Wir haben ihr den Vornamen Anna gegeben.

Anna auf unserem Balkon

Schachlich war das Leben heute zweigeteilt.

Peter lieferte sich eine spannende Partie mit einem russischen Jugendlichen, die für das Nachwuchstalent mit einem Schwerfigurenmatt auf der sechsten und siebenten Reihe endete. Da sich zeitweise eine gewisse Arroganz im Wesen dieser slawischen Seele zeigte, hielt sich unser Bedauern in Grenzen. Peter verriet mir auf dem Nachhauseweg, dass ihn Rainers Spruch „Matt ist da, wo der König steht.“ antrieb. Wir sehen: Von Rainer lernen heißt siegen lernen. Apropos Rainer. Er konnte heute gegen die ukrainische Schachschule (Igor Varitski) ein Remis erzielen.

Pirat8 spielte heute gegen einen Norweger names Tor. Er wütete auch gleich in der Eröffnung in meiner Stellung herum, da hatte er mich auf dem falschen Fuß(oder Abspiel) erwischt. Datenbank wurde mittlerweile befragt. Jedenfalls konnten die Hammerschläge nicht überlebt werden.

Pirat8 bei Analyse

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Matt ist da, wo der König steht!

Auf, auf zum Kampf, zum Kampf!!
Zum Kampf sind wir geboren!!
Auf, auf zum Kampf, zum Kampf!!
Zum Kampf sind wir bereit!!
|: Dem Karl Liebknecht, dem haben wir’s geschworen,!
Der Rosa Luxemburg reichen wir die Hand. :|. !

Mit  diesem Morgenlied beginnen wir den alltäglichen Turnieralltag. Es hilft auch partiell.

Gleichzeitig beginnen wir die Sprüche von Rainer zu sammeln. Ein schöner steht schon mal in der Überschrift.

Gestern und heute waren von den Ergebnissen in Ordnung. Peter musste sich gestern einer 2400 geschlagen geben. Wenn es ein IM nötig hat entgegengesetzte Rochaden anzustreben um in Vorteil zu kommen, sagt das viel über Peters Spielstärke aus.


Ich hatte einen sehr angenehmen Gegner aus dem Lande Dänemark mit dem sich nach der Partie auch noch gut analysieren ließ. Remis war das Ergebnis.

Dann heute unser indischer Tag. Peter zockte in Runde 1 eine elegante mittelalte Spielerin aus diesem kleinen Land ab(da Indien gleich hinter Polen liegt, spielen hier so viele Inder mit). Ich hatte in Runde 2 einen jugendlichen Inder vor der Flinte. Leider fehlte es mir an piratenhafter Haudegenhaftigkeit, so dass ich mich von der Wertzahl zum Remis überrumpeln ließ. Nu ja.

In Runde 2 spielte Peter heute die längste Partie des Turniers und zeigte Endspielkünste, die ihm den halben Punkt sicherten. Ich hatte in Runde 1 heute Viktor Volodin, eine Legende der besonderen Art bei der Czech-Tour. Ein sicheres Remis warmöglich.

Mein „Lieblings-IM“ Alexander Chudinovskikh spielte heute gegen Nguyen Chi Minh(Peters IM aus Runde 3) sehr lange,  verpatzte aber den sichergeglaubten Gewinn. Wenn ich mehr Ahnung von dem Spiel hätte, würde ich sagen: Mangelnde Technik.

Morgen Vormittag werden wir uns wohl wieder gemütlich vorbereiten, während das werktätige Volk ackern muss. Recht so!

im Frühstücksraum

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Gott würfelt nur in Notsituationen

Der Sonntag stand im Zeichen der aktiven Erholung als Kurgast. Ruhiges Winterwetter unterstützte dieses Vorhaben. Der einzige Wehmutstropfen bestand darin, dass auch die anderen einen freien Tag hatten. Das wird ab morgen anders.

Nach dem Frühstück ging es auf ins nahe gelegene Pottatal. Dort wurde vor langer Zeit etwas Gold abgebaut. Deshalb gab es dort auch ein Blockhütte im Wild West Stil. Allerdings wurde sie nicht mehr aufgebaut, als sie abbrannte. Stattdessen baute man einen schönen Spielplatz für die Kinder hin. Wir irrten natürlich nicht ziellos durch die Gegend, sondern waren auf Schatzsuche.

Schatz 1 verbarg sich zunächst vor uns, obwohl Peter akrobatische Klettereinlagen zeigte. Respekt!

Also erst mal weiter zu Schatz 2 im gleichen Tal weiter quellaufwärts. Auch dort zunächst bisschen herumgesucht. Dann den Schatz geborgen. Nun dürfen die Leser raten, welchen Namen die Quelle und der Schatz trugen, den wir fanden. Piratenquelle!


Da sage mal einer das geht noch mit rechten Dingen zu. Auf dem Rückweg dann auch den 2. Schatz ohne Kletterei entdeckt.

Also Soll erreicht.

Es folgte Sonntagsmahlzeit nebst Nickerchen.

Im Turniersaal war dann viel kibitzen angesagt, was auch mal schön war.


Igor Varitski im B-Turnier spielte eine sehr schöne Partie mit hübschen Abschluss.

Am Eingang des Hotels POLONIA, in dem die Turniere stattfinden.

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Tag 1 in Marienbad

Der Tag begann meinerseits mit einem Besuch des Bahnhofs in Seiffen heute morgen. Die Gründe hierfür bleiben Muggeln verborgen. Nur soviel: Es war erfolgreich!

Dann ging es mit Peter auf ins schöne Marienbad. Wir waren sehr pünktlich – keinerlei Warteizeiten bei der Anmeldung. Jan Mazuch begrüßte mich mit Handschlag, wir sahen die ersten Inder.

Im Speedway ebenfalls keine Probleme. Sind im gleichen Zimmer wie Eric und Peter letztes Jahr. Peter ist übrigens ein angenehmerer Zimmergenosse als Linde. Das steht schon nach den ersten Stunden fest. Es werden keine Kochsendungen im Fernsehen geschaut!

Dann auf zum Schwejk, denn wir haben Hunger.

Es gibt Knödel mit Gulasch bzw. Svcikova.

Dann eine Relaxpause im Bett. Der nächste Vorteil von Peter gegenüber Linde. Peter raucht. Also rauchen wir praktischerweise gleich auf dem Zimmer. Das ist mit Linde nicht möglich.

Die erste Runde startet 16.00 Uhr. Peter knetet seinen Gegner im Endspiel aus, ich muss gegen eine kleines Russenmädchen ran. Da ich ein Herz für Kinder habe, schenke ich ihr einen Radiergummi in Herzform(gehört eigentlich Mette) – nach dem Sieg.


Rainer trifft auf einen klatblütigen Inder, der sich von Rainers schwarzem Botwinnikaufbau nicht beeindrucken lässt. Also heute 0.

Übrigens habe ich heute im wahrsten Sinne im Spiellokal für einen Paukenschlag gesorgt, als ich eine spanische Wand, oder wie der gemeine Ossi sagt, Raumteiler, umwarf. Es war ein Versehen. Linde wäre wahrscheinlich aus Scham für mich im Boden versunken. Peter nahm es dagegen gelassen.

Dummerweise haben die Veranstalter jetzt morgen Simon-Porschberg ausgelost. Wir haben uns erst gewundert, warum man Spieler aus dem gleichen Verein gegeneinander lost. Das Rätsel lässt sich aber einfach lösen. Peter startet für einen gewissen SV Bannewitz, ich dagegen wie gewohnt für Reaktor Bannewitzka.

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