Und wieder Prag

Nachdem Rainer Rösemann sein gutes Abschneiden im Bad Zwesten vollkommen unkommentiert über die Bühne gelaufen ist ( jetzt fehlen nur noch 30 Ratingpunkte zum FM !) ein paar Anmerkungen von mir zum aktuellem Turnier in Prag.

Die erste Runde ist gelaufen, natürlich mit allem Streß der Anreise, Klarmachen des Hotels, der Anmeldung und des eigentlichen Schachspiels. Ein zugeloster dänischer Spieler lies mich mit Schwarz schon verlocken ins Skandinavische abzuleiten – doch was bekam ich vorgesetzt ? – Pipos (I) Bird . Und zu allem Überfluß ging es dann auch noch in Pipo (II) seinen weißen Stonewall über. 

 Ihr Pipos der Welt zieht Euch warm an, auch ein Däne sieht mit dieser Eröffnung alt aus. Da half auch seine seit 11 Jahren innige Bekannschaft mit einem böhmischen Girlfriend nichts – Schwarzsieg fürBannewitz.

Das erste Brett vom SV Strießen 1990 – ein alter Bekannter für uns Bannewitzer – verbuchte einen 0-start gegen einen um fast 400 Punkten schwächeren Gegner. Das hat man von einer vortäglichen Anreise und der Bequemlichkeit im auszuführendem Hotel, weit weg von jeglichem innerstädtischen Trubel,zu buchen.

Ich bin wieder in Hotel Ostruvek. Nebenan die „Hütte“ – ein Lokal mit gewaltigem Holzkohlegrill und typischen böhmischen Speisen – Tlacenka sei hervorgehoben. Bei der Bestellung heißt das natürlch Tlacenku – Akkusativ, wie im Deutschen.

Im Hotel selber, heute kein Country-Abend , aber eine Feier mit böhmischen Volksliedergut. Die können alle echt von der ersten bis zur letzten Strophe  mitsingen- und es klingt trotzdem wie Country.

Die samstägliche Runde beginnt erst 16:00 Uhr. Bis dahin werde ich die Zeit nutzen, den „Walfisch“ ausfindig zu machen. Das ist ’ne Kneipe in der Nähe vom „U Fleku“ – welches ich wegen Snobismus und fehlender Böhmer boykottiere. Dort , im „Walfisch“, soll es aber außerordentlich hübsche französiche Studentinnen geben, die die tschechische Sprache büffeln, mit dem einzigen Ziel, the greatest czech author – Franz Kafka-  , im Original lesen zu können.

Ich werde berichten !    

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Russeninvasion

Wie jetzt seit neun Jahren geht der Jahrgang der Czech-Tour mit dem Open Praha und dem in Marienbad seinem  Ende entgegen.  Neu ist, dass die bisher Führenden  in Anbetracht der (vermeintlich) schwächeren Gegnerschaft im B-Turnier melden. Damit verspricht dies interessante Konstellationenund Gegnerschaft.

Vor der ersten Runde stand natürlich erst mal die Anreise. Und wie immer , wenn das Bannewitzer Schach sich den öffentlichen Verkehrsmitteln anvertraut, gibt’s erst mal Unanehmlichkeiten und Verzögerungen.  Bin schon jetzt auf die Rückfahrt gespannt.

Die erste Runde wuchs sich für mich zu einer schier endlosen Geschichte aus. Mit dem Bonus von 30 Sekunden je Zug ergab das bei über 100 Zügen die längste Partie am Eröffnungstag. Und alles nur, weil ich eine schöne Kombination im 35. Zug übersah. Mein Sieg war aber in keiner Phase gefährdet.  Dieser beschehrte mir dann für die 2. Runde einen  der Turnierfavoriten als Gegner, natürlich einen Russen. 

Und damit bin ich schon beim Stichwort.  Zum Frühstück im Hotel musste ich seine Landsleute ertragen. Dazu muss ich zu meiner Schande eingestehen, dass ich mich nach meiner ersten Übernachtung in einem bundesdeutschen Hotel nach dem Frühstück elendig fühlte, einfach aus der Tatsache heraus, dass ich mich (fast) überfressen hatte.

Was ich aber hier am Samstag erlebte, sprengte all meine Vorstellungskräfte. Erst drehen die Russen ihren slawischen Brüdern des Gashahn ab, dann fallen sie per Bus hier ein, drehen die Heizung auch noch auf die höchste Stufe, zumindest kamen sie fast ausnahmslos in Schlappen und Unterwäsche  zum Früshtücksbufet und plünderten dieses mit Brotbüchsen und Thermoskannen.  

Ich verlies den Frühstücksraum panikartig und widmete mich der Vorbereitung auf Towarisch Golcman. Das stellte sich dann jedoch um 16:00 Uhr als Fehlinvestition heraus.

Ich bekan Holländisch vorgesetzt . Zu dieser Eröffnung hatte ich mich früher schon mal ausgelassen.

So brutal wie seine Landsleute beim Frühstück waren, knüpfte ich ihm einen Bauer ab. Er hatte jedoch das Läuferpaar und wollte aus Gnatz auf Gewinn spielen. Mit meinen wenigen Kenntnissen der russischen Sprache, machte ich ihm klar, dass ich dieses Läuferpaar spalten werde. Somit bot er mit seinem 2299 selber remis an. So konnte ich im Gegensatz zum Vortag schon rechtzeitig meinen Platz in der Stammkneipe einnehmen.

Der anschließend etwas getrübte Blick in meinen Computer, vergegenwärtigte mich mit  meinem heutigen Gegner Rainer Siegmund vom SV Striesen . Ich hatte ihn erst beim Weihnachtsblitz in Striesen betrogen, so dass ich der Meinung war, er wolle gar nicht richtig kämpfen. Das war aber wieder mal eine Fehleinschätzung. IOc musste ich mich mit Schwarz lange mühen, bis er selber Remis bot.  ich hoffe natürlich, dass Alex das in einer woche toppen kann.

Somit habe ich einen ganz passablen Start hingelegt. Mal sehen was die nächsten 6 Runden bringen.  

  

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EM-Impression von Pirat8

Genossen,
schön ist es auf der Welt zu sein, noch dazu ohne Frau und Kinderlein…
Da die Piratenkinder samt Sandruschka noch immer  im kalten Erzgebirge weilen, konnte ich mir heute den ganzen Ostermontagnachmittag mit EM-Schach um die Ohren schlagen und was soll ich sagen: Es hat sich gelohnt, schon allein wegen des folgenden Zwischenfalls.
Klaus Bischoff nimmt sich im Vorraum fürs Publikum ein paar der laufenden Partien zur Brust, darunter die von Elisabeth Pähtz.
Elisabeth steht die ganze Partie über ziemlich mau und schließlich holt die Kontrahentin  zum entscheidenden Schlag aus. Der lapidare Kommentar von Klaus Bischoff: „Das ist jetzt der KARNICKELFANGSCHLAG.“ Ich finde es toll, wenn Großmeister Schach so lebendig schildern können ! Ich werde die Vokabel vom Karnickelfangschlag auf jeden Fall in mein Repertoire für das Schachspiel mit Jannik und Mette
mit aufnehmen. Klingt irgendwie dynamischer und kraftvoller als Matt oder schwerer Figurenverlust.

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Viel Erfolg am Sonntag !

Aus Spananien wuensche ich Euch in allen Mannschaften fuer kommenden Sonntag viel Erfolg.

Vergesst mich bezgl. Info nicht !

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Thomas lässt Nerven als Betreuer unseres Nachwuchses

Ein wunderbarer Bericht zum Wettkampf unseres Nachwuchses. Ein Glück, dass kein weiterer negativer Vorfall zu registrieren war. Was hätte dann nach oben gestanden ?

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Abschlussbericht und Horror-Heimfahrt

In der vorletzten Runde war nach ausführlicher Recherche im Internet nach Partein meines Gegners ein Weiss-Sieg schon fast Pflicht. Ich musste mich ziemlich lange quälen, bis ich den Punkt erzielen konnte. Somit stand schon am Abend mein Gegner für die Abschlussrunde am Donnerstag fest. Es konnte nur der Schachfreund Snorek sein, der im letzten Jahr mit 8 aus 9 bei einer Niederlage gegen mich in der 2.Runde das Turnier gewonnen hatte. Der diesjährige Turniersieg war allerdings schon weg. Den machten 2 junge Sportsfreundwe unter sich aus. Trotzdem ahnte ich schon, das Sportfreund Snorek auf Revanche sinnt. Und so kam es. Allerdings hatte ich zu meinem Erstaunen Weiss ausgelost bekommen. Er wich auch relativ schnell von unserer Partie aus dem Vorjahr ab. Wir waren dann fast die letzten im gesamten Turnier, die nach 4,5 Stunden noch spielten. Mit dem erzielten Remis errechte ich genau wie im Vorfahr 6,5 Punkte und bin insgesamt in 18 Partien ungeschlagen geblieben. Ein schöner Erfolg, der mit dem 5. Platz auch noch etwas Preisgeld einbrachte.

Der krönende Abschluss solte aber noch folgen. Im Zug von Prag nach Dresden gab es kurz nach der Abfahrt bereits Gerüchte, dass in D kein Zug mehr fahren würde. Wie weit unser Zug noch kommt oder ob er wieder umdrehen würde, war auch nicht klar. Schliesslich landeten wir ziemlich spät in Decin auf dem Bahnhof. Dort überlies man uns Abteile im Liegewagen, nicht aber ohne uns darauf hinzuweisen, dass wir jederzeit dort raus müssten oder eventuell wieder in Prag aufwecken würden.  Gegen 7.00 Uhr heute früh dann die Aussage, wir müssen raus und man organisiere eine Taxifahrt nach Dresden. Diese stand vor allem inm Interesse der Zugbesatzung und man nahm dann auch noch die restlichen 5 Passagiere mit, die von ursprünglich ca. 20 nicht aufgegeben hatten. Was bleibt als Fazit: Bannwitzer Schachspieler haben mit der DB kein Glück. also doch lieber wieder mit dem Auto anreisen !?

 

 

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Abschied

Nun hat mich fuer dieses Jahr das letzte Mal der Weg ins Internetcafe auf der Belgischen Strasse gefuhrt. Das ist hier mit 29 Kronen je Stunde ganz preiswert. Entlang der Touristenmagistrale kostet es 2 Kronen je Minute und im TOP-Hotel, dem Austragungsort beider Turniere, fordern sie 45 Kronen pro 15 Minuten.

Allerdings muss man sich hier in der Regel an einer schwarzen Wand (die Stadtpolizei traegt diese Farbe) vorbeischleichen. Der Grund ist wohl eine juedische Schule gleich um die Ecke.

Im Turnier reichte es gestern wieder nur zu einem Remis.  Mit Schwarz war das schon ganz ok. Noch kann ich oben mitmischen.

Ansonsten kann man den Organisatoren nur grosse Komplimente machen. Es laeuft alles ruhig ab, allabendlich gibts das Bulletin vom Vortag und Kaffee steht zur freien Verfuegung. Aber das kennen ja Frl. Schiefnerova und Pirat8 aus Reichenberg.

Trotzdem reicht eine ganze Woche Schach. Es gibt noch so viel anderes.

Werde am Freitag mal in der TU-Mensa vorbeischauen. Vielleicht trifft man sich ja.

Ansonsten naechsten Mittwoch zum Trainingsabend !

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Einsteins Theorie und Prager Praxis

Gestern bin ich an einer Gedenktafel des Meisters des Relativen vorbeigegeangen. Und richtig nachgedacht ist alles oder fast alles relativ.

Zu Hause beim abendlichen Fernsehzappen bleibe ich gelegentlich bei 3SAT haengen und finde es ganz interessant. Hier in der Pension ist es der einzige deutsche Sender und da ist es einfach nur Scheiss. Nachrichtlich muss ich mich also ueber diverse tschechische Sender versorgen. Dabei interessiert es hier in Prag wohl niemand (im Gegensatz zur Leserdiskussion in der SZ) wann und wo in der Dresdener Heide der erste Mensch vom Wolf gefressen wird.

Oder: Bei uns heisst das (warme) Essen Eisbein, auch im Sommer. Hier einfach nur Koleno (Knie). Weiter: Entlang der Touristenmagistrale Museum – Hradschin steht der Mensch mit seinen Beduerfnissen im Mittelpunkt. Abseits dieser Prager Schneise faellt auf, dass in allen Tante-Emma-Laeden schon am Eingang und spaeter auch an der Kasse ueberbordende Regale mit Hundefutter aufgestellt sind. Des Prager Liebling soll eben nicht leben wie ein Hund !

Relativ geht es auch beim Schach zu. Nur der Computer deckt dann spaeter unerbittlich die Fehler auf. Meine zweite Runde gestern endete (relativ) schnell mit einem Remis.

Heute wartet der erst zweite tschechische Indianer auf mich.

Dann allen einen schoenen Tag !

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Kukuruz oder eine Lanze fuer Frl.Schiefnerova

Den Bannewitzern Indianern ist die grundsaetzliche Aversion von Frl.Schiefnerova gegen Gemuese bakannt. Ich moechte hier und heute eine Lanze fuer Frl.Schiefnerova brechen.

Nach der gestrigen Runde kam ich ueber 1,5 h spaeter als gewohnt in meiner Eckkneipe an. Kein Essen mehr. Machte nichts, so dachte ich, an der naechsten Ecke wartet die naechste ( Kneipe !). Gleiche Einrichtung, gleiches Bier, nur der Koch war Auslaender, wohl weit aus dem Osten. Meine allabendliche Partievorbereitung Pivo-Tlacenka-Pivo-Pivo  oder Pivo-Utopenec-Pivo-Pivo war dahin. Was ich da gestern gegessen habe, weiss ich bis jetzt noch nicht. Uns als Hoehepunkt boehmischer Geschmacksverirrung fand ich Kukuruz auf dem Teller, noch dazu aus der Dose !
In Boehmen gehoert Kraut zum Essen, Kraut und noch mal Kraut. Akzeptiert werden auch Zwiebeln und im Ausnahmefall noch Paparika ( mit besten Gruessen an die slowakischen Nationalisten !).

Die letzten 2 Runden im Turnier waren purer Stress. Erst gestern gegen den 1.Menschen der Welt (Adam) gab es einen Sieg. Aergerlich, dass der Computer meine Kombination als inkorrekt auswies. Aber was soll es. Wessi besiegt !

Heute musste ich mit einem Bauern weniger ums Remis kaempfen. Konnte in ein ungleichfarbige Laeuferendspiel abwickeln.

Leider gibt es heute noch eine Runde. Zum Glueck ist das der einzige Tag mit so einer Doppelrunde.

Ach, bald haette ich es vergessen : Glueckwunsch zum gestrigen Sieg gegen Loebau !

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fehlende indianer

vielleicht liegt es ja daran, dass im osten auch die ossis nur wessis sind und somit die indianer weiter auf den weinberg, nach zizkov oder noch weiter in stadtteile namens gaeste-kochen ausgewichen sind und vielleicht haben die als kellner verkleideten indianer auch einfach keine lust mehr raetseln zu muessen was denn nun diese weltweit-wessis gerne essen wuerden …auch in der hauptstadt, wo herr und und palukes wuergen, ist es mittlerweile so warm, dass die schach-indianer alle an gewohnte stelle zurueckgekehrt sind

also gruesse von hier & weiterhin viel erfolg und spass bei der elo-jagd

micul

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