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- Allgemein (31)
- 11.1.2009: Russeninvasion
- 9.4.2007: EM-Impression von Pirat8
- 6.4.2007: Euro Tag 2 und der Angriff auf den Titel
- 4.4.2007: Euro Tag 1
- 15.3.2007: Viel Erfolg am Sonntag !
- 29.1.2007: Thomas lässt Nerven als Betreuer unseres Nachwuchses
- 19.1.2007: Abschlussbericht und Horror-Heimfahrt
- 17.1.2007: Abschied
- 16.1.2007: Einsteins Theorie und Prager Praxis
- 15.1.2007: Kukuruz oder eine Lanze fuer Frl.Schiefnerova
Russeninvasion
11.1.2009 von Whiterocker.
Wie jetzt seit neun Jahren geht der Jahrgang der Czech-Tour mit dem Open Praha und dem in Marienbad seinem Ende entgegen. Neu ist, dass die bisher Führenden in Anbetracht der (vermeintlich) schwächeren Gegnerschaft im B-Turnier melden. Damit verspricht dies interessante Konstellationenund Gegnerschaft.
Vor der ersten Runde stand natürlich erst mal die Anreise. Und wie immer , wenn das Bannewitzer Schach sich den öffentlichen Verkehrsmitteln anvertraut, gibt’s erst mal Unanehmlichkeiten und Verzögerungen. Bin schon jetzt auf die Rückfahrt gespannt.
Die erste Runde wuchs sich für mich zu einer schier endlosen Geschichte aus. Mit dem Bonus von 30 Sekunden je Zug ergab das bei über 100 Zügen die längste Partie am Eröffnungstag. Und alles nur, weil ich eine schöne Kombination im 35. Zug übersah. Mein Sieg war aber in keiner Phase gefährdet. Dieser beschehrte mir dann für die 2. Runde einen der Turnierfavoriten als Gegner, natürlich einen Russen.
Und damit bin ich schon beim Stichwort. Zum Frühstück im Hotel musste ich seine Landsleute ertragen. Dazu muss ich zu meiner Schande eingestehen, dass ich mich nach meiner ersten Übernachtung in einem bundesdeutschen Hotel nach dem Frühstück elendig fühlte, einfach aus der Tatsache heraus, dass ich mich (fast) überfressen hatte.
Was ich aber hier am Samstag erlebte, sprengte all meine Vorstellungskräfte. Erst drehen die Russen ihren slawischen Brüdern des Gashahn ab, dann fallen sie per Bus hier ein, drehen die Heizung auch noch auf die höchste Stufe, zumindest kamen sie fast ausnahmslos in Schlappen und Unterwäsche zum Früshtücksbufet und plünderten dieses mit Brotbüchsen und Thermoskannen.
Ich verlies den Frühstücksraum panikartig und widmete mich der Vorbereitung auf Towarisch Golcman. Das stellte sich dann jedoch um 16:00 Uhr als Fehlinvestition heraus.
Ich bekan Holländisch vorgesetzt . Zu dieser Eröffnung hatte ich mich früher schon mal ausgelassen.
So brutal wie seine Landsleute beim Frühstück waren, knüpfte ich ihm einen Bauer ab. Er hatte jedoch das Läuferpaar und wollte aus Gnatz auf Gewinn spielen. Mit meinen wenigen Kenntnissen der russischen Sprache, machte ich ihm klar, dass ich dieses Läuferpaar spalten werde. Somit bot er mit seinem 2299 selber remis an. So konnte ich im Gegensatz zum Vortag schon rechtzeitig meinen Platz in der Stammkneipe einnehmen.
Der anschließend etwas getrübte Blick in meinen Computer, vergegenwärtigte mich mit meinem heutigen Gegner Rainer Siegmund vom SV Striesen . Ich hatte ihn erst beim Weihnachtsblitz in Striesen betrogen, so dass ich der Meinung war, er wolle gar nicht richtig kämpfen. Das war aber wieder mal eine Fehleinschätzung. IOc musste ich mich mit Schwarz lange mühen, bis er selber Remis bot. ich hoffe natürlich, dass Alex das in einer woche toppen kann.
Somit habe ich einen ganz passablen Start hingelegt. Mal sehen was die nächsten 6 Runden bringen.
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EM-Impression von Pirat8
9.4.2007 von Pirat8.
Genossen,
schön ist es auf der Welt zu sein, noch dazu ohne Frau und Kinderlein…
Da die Piratenkinder samt Sandruschka noch immer im kalten Erzgebirge weilen, konnte ich mir heute den ganzen Ostermontagnachmittag mit EM-Schach um die Ohren schlagen und was soll ich sagen: Es hat sich gelohnt, schon allein wegen des folgenden Zwischenfalls.
Klaus Bischoff nimmt sich im Vorraum fürs Publikum ein paar der laufenden Partien zur Brust, darunter die von Elisabeth Pähtz.
Elisabeth steht die ganze Partie über ziemlich mau und schließlich holt die Kontrahentin zum entscheidenden Schlag aus. Der lapidare Kommentar von Klaus Bischoff: “Das ist jetzt der KARNICKELFANGSCHLAG.” Ich finde es toll, wenn Großmeister Schach so lebendig schildern können ! Ich werde die Vokabel vom Karnickelfangschlag auf jeden Fall in mein Repertoire für das Schachspiel mit Jannik und Mette
mit aufnehmen. Klingt irgendwie dynamischer und kraftvoller als Matt oder schwerer Figurenverlust.
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Euro Tag 2 und der Angriff auf den Titel
6.4.2007 von Son of Hellraiser.
Der zweite Tag endete wie geplant, Andrea und meine Wenigkeit gaben unseren Mitfavoriten noch einen weiteren Punkt vor, um in den nächsten Runden da Teilnehmerfeld gnadenlos von hinten aufzurollen. Vielleicht noch kurz zu den Gegnern der zweiten Runde, Andrea erwischte eine WIM und ich auch wieder einen jungen IM mit denen wir natürlich unter normalen Umständen kurzen Prozess gemacht hätten. So musste ich mich auch stark dazu durchringen meinem Gegner trotz Mehrbauern den Punkt zu überlassen.
Am dritten Tag sollten dann eigentlich unser Angriff aus dem Hinterhalt beginnen, Andrea hatte wahrscheinlich noch nicht so recht umgeschallten und verpasste daher leider den Sieg gegen Ihre, zumindest von der ELO her, stärkere Gegnerin und gab in Gewinnstellung leider nur Remis. Bei mir liefs dagegen wie zuvor geplannt, ich konnte gegen einen Holländischen Schachfreund, der in der 2. Bundesliga für Hamburg spielt gewinnen.
In Runde 4 erwarten uns wieder Lösbare Aufgaben, Andrea bekommt es mit einer WIM und ich wieder mit einem FM aus der 2. BL-Mannschaft der Hamburger zu tun.
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Euro Tag 1
4.4.2007 von Son of Hellraiser.
Dresden, Dienstag, 14°, die Sonne scheint, eigentlich ein ganz normaler Wochentag, wären da nicht die etwa 800 Schachspieler, die mit ihren um den Hals hängenden Spielerausweißen, die Stadt unsicher machen. Punkt 15 Uhr haben die dann auch endlich den, für einen Schachspieler, beschwerlichen Weg in das ICC gefunden und studierten neugierig die Paarungslisten. Für mich war das eher sekundär, da mein Plan ja ohnehin vorsah, mich die ersten Runden etwas zurückzuhalten um das Feld später von hinten aufzurollen. Somit war ich dann doch etwas enteucht als bekanntgegeben wurde, dass sich doch nur die ersten 29, statt der eigentlich vorgesehenen 33 Spieler für die WM qualifizieren. Dies werde ich im Zweifel, das ich die Qualifikation wider erwartend doch nicht schaffen sollte nochmals hinterfragen. Für diejenigen die es doch noch interessiert, mein erster Gegner war ein Nachwuchstalent, der gerade in der ersten BL. seine 2. Großmeisternorm geholt hat und der auch noch um einen Platz in der Jugendolympiamannschaft spielt, da wollte ich ihm natürlich auch nicht bei im Wege stehn.
Soviel für heute, bis bald euer künftiger Europameister.
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Viel Erfolg am Sonntag !
15.3.2007 von Whiterocker.
Aus Spananien wuensche ich Euch in allen Mannschaften fuer kommenden Sonntag viel Erfolg.
Vergesst mich bezgl. Info nicht !
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Thomas lässt Nerven als Betreuer unseres Nachwuchses
29.1.2007 von Whiterocker.
Ein wunderbarer Bericht zum Wettkampf unseres Nachwuchses. Ein Glück, dass kein weiterer negativer Vorfall zu registrieren war. Was hätte dann nach oben gestanden ?
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Abschlussbericht und Horror-Heimfahrt
19.1.2007 von Whiterocker.
In der vorletzten Runde war nach ausführlicher Recherche im Internet nach Partein meines Gegners ein Weiss-Sieg schon fast Pflicht. Ich musste mich ziemlich lange quälen, bis ich den Punkt erzielen konnte. Somit stand schon am Abend mein Gegner für die Abschlussrunde am Donnerstag fest. Es konnte nur der Schachfreund Snorek sein, der im letzten Jahr mit 8 aus 9 bei einer Niederlage gegen mich in der 2.Runde das Turnier gewonnen hatte. Der diesjährige Turniersieg war allerdings schon weg. Den machten 2 junge Sportsfreundwe unter sich aus. Trotzdem ahnte ich schon, das Sportfreund Snorek auf Revanche sinnt. Und so kam es. Allerdings hatte ich zu meinem Erstaunen Weiss ausgelost bekommen. Er wich auch relativ schnell von unserer Partie aus dem Vorjahr ab. Wir waren dann fast die letzten im gesamten Turnier, die nach 4,5 Stunden noch spielten. Mit dem erzielten Remis errechte ich genau wie im Vorfahr 6,5 Punkte und bin insgesamt in 18 Partien ungeschlagen geblieben. Ein schöner Erfolg, der mit dem 5. Platz auch noch etwas Preisgeld einbrachte.
Der krönende Abschluss solte aber noch folgen. Im Zug von Prag nach Dresden gab es kurz nach der Abfahrt bereits Gerüchte, dass in D kein Zug mehr fahren würde. Wie weit unser Zug noch kommt oder ob er wieder umdrehen würde, war auch nicht klar. Schliesslich landeten wir ziemlich spät in Decin auf dem Bahnhof. Dort überlies man uns Abteile im Liegewagen, nicht aber ohne uns darauf hinzuweisen, dass wir jederzeit dort raus müssten oder eventuell wieder in Prag aufwecken würden. Gegen 7.00 Uhr heute früh dann die Aussage, wir müssen raus und man organisiere eine Taxifahrt nach Dresden. Diese stand vor allem inm Interesse der Zugbesatzung und man nahm dann auch noch die restlichen 5 Passagiere mit, die von ursprünglich ca. 20 nicht aufgegeben hatten. Was bleibt als Fazit: Bannwitzer Schachspieler haben mit der DB kein Glück. also doch lieber wieder mit dem Auto anreisen !?
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Abschied
17.1.2007 von Whiterocker.
Nun hat mich fuer dieses Jahr das letzte Mal der Weg ins Internetcafe auf der Belgischen Strasse gefuhrt. Das ist hier mit 29 Kronen je Stunde ganz preiswert. Entlang der Touristenmagistrale kostet es 2 Kronen je Minute und im TOP-Hotel, dem Austragungsort beider Turniere, fordern sie 45 Kronen pro 15 Minuten.
Allerdings muss man sich hier in der Regel an einer schwarzen Wand (die Stadtpolizei traegt diese Farbe) vorbeischleichen. Der Grund ist wohl eine juedische Schule gleich um die Ecke.
Im Turnier reichte es gestern wieder nur zu einem Remis. Mit Schwarz war das schon ganz ok. Noch kann ich oben mitmischen.
Ansonsten kann man den Organisatoren nur grosse Komplimente machen. Es laeuft alles ruhig ab, allabendlich gibts das Bulletin vom Vortag und Kaffee steht zur freien Verfuegung. Aber das kennen ja Frl. Schiefnerova und Pirat8 aus Reichenberg.
Trotzdem reicht eine ganze Woche Schach. Es gibt noch so viel anderes.
Werde am Freitag mal in der TU-Mensa vorbeischauen. Vielleicht trifft man sich ja.
Ansonsten naechsten Mittwoch zum Trainingsabend !
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Einsteins Theorie und Prager Praxis
16.1.2007 von Whiterocker.
Gestern bin ich an einer Gedenktafel des Meisters des Relativen vorbeigegeangen. Und richtig nachgedacht ist alles oder fast alles relativ.
Zu Hause beim abendlichen Fernsehzappen bleibe ich gelegentlich bei 3SAT haengen und finde es ganz interessant. Hier in der Pension ist es der einzige deutsche Sender und da ist es einfach nur Scheiss. Nachrichtlich muss ich mich also ueber diverse tschechische Sender versorgen. Dabei interessiert es hier in Prag wohl niemand (im Gegensatz zur Leserdiskussion in der SZ) wann und wo in der Dresdener Heide der erste Mensch vom Wolf gefressen wird.
Oder: Bei uns heisst das (warme) Essen Eisbein, auch im Sommer. Hier einfach nur Koleno (Knie). Weiter: Entlang der Touristenmagistrale Museum - Hradschin steht der Mensch mit seinen Beduerfnissen im Mittelpunkt. Abseits dieser Prager Schneise faellt auf, dass in allen Tante-Emma-Laeden schon am Eingang und spaeter auch an der Kasse ueberbordende Regale mit Hundefutter aufgestellt sind. Des Prager Liebling soll eben nicht leben wie ein Hund !
Relativ geht es auch beim Schach zu. Nur der Computer deckt dann spaeter unerbittlich die Fehler auf. Meine zweite Runde gestern endete (relativ) schnell mit einem Remis.
Heute wartet der erst zweite tschechische Indianer auf mich.
Dann allen einen schoenen Tag !
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Kukuruz oder eine Lanze fuer Frl.Schiefnerova
15.1.2007 von Whiterocker.
Den Bannewitzern Indianern ist die grundsaetzliche Aversion von Frl.Schiefnerova gegen Gemuese bakannt. Ich moechte hier und heute eine Lanze fuer Frl.Schiefnerova brechen.
Nach der gestrigen Runde kam ich ueber 1,5 h spaeter als gewohnt in meiner Eckkneipe an. Kein Essen mehr. Machte nichts, so dachte ich, an der naechsten Ecke wartet die naechste ( Kneipe !). Gleiche Einrichtung, gleiches Bier, nur der Koch war Auslaender, wohl weit aus dem Osten. Meine allabendliche Partievorbereitung Pivo-Tlacenka-Pivo-Pivo oder Pivo-Utopenec-Pivo-Pivo war dahin. Was ich da gestern gegessen habe, weiss ich bis jetzt noch nicht. Uns als Hoehepunkt boehmischer Geschmacksverirrung fand ich Kukuruz auf dem Teller, noch dazu aus der Dose !
In Boehmen gehoert Kraut zum Essen, Kraut und noch mal Kraut. Akzeptiert werden auch Zwiebeln und im Ausnahmefall noch Paparika ( mit besten Gruessen an die slowakischen Nationalisten !).
Die letzten 2 Runden im Turnier waren purer Stress. Erst gestern gegen den 1.Menschen der Welt (Adam) gab es einen Sieg. Aergerlich, dass der Computer meine Kombination als inkorrekt auswies. Aber was soll es. Wessi besiegt !
Heute musste ich mit einem Bauern weniger ums Remis kaempfen. Konnte in ein ungleichfarbige Laeuferendspiel abwickeln.
Leider gibt es heute noch eine Runde. Zum Glueck ist das der einzige Tag mit so einer Doppelrunde.
Ach, bald haette ich es vergessen : Glueckwunsch zum gestrigen Sieg gegen Loebau !
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