Keine Besserung zum Turnierende hin

Auch die letzten Partein plätscherten ergebnisorientiert so dahin. Hatte in meiner Verlustpartie am Montag mehrmals Remis abgelehnt, um dann doch nach unglaublichen Übersehen zu verlieren. Auch in der letzten Runde reichte es nur zum Remis. So kamen ganze unbefriedigte 50 Prozent raus. Im Nachhinein habe ich mitbekommen, dass ich als Senior vom Veranstalter eingestuft war. Das ist zwar vorzeitig, aber wohl in Betracht meiner abgelieferten Leistung noch nicht mal zutreffend.

Die freien Vormittage (Rundenbeginn immer 16:00 Uhr, außer am Samstag mit 2 Runden und am Abreisetag um 9:00 Uhr ) hatte ich für diverse Museumsbesuche und einem längeren Verweilen in der Bibliothek des Goethe-Institutes ( das  in der ehemaligen Botschaft der DDR sein Domizil hat) genutzt.

Für die Interessenten, die eine günstige Übernachtung in Prag suchen, nachfolgend ein Link:

http://www.booking.com/hotel/cz/aaron.de.html?aid=311092;label=aaron-PJiJla0hFHzrt1gAoAVzYQS9132373524:pl:ta:p1:p2:ac:ap1t1:neg;ws=&gclid=CPuGwezG8bQCFVG6zAodzGMATA

Unseren drei Recken, Rainer, Peter und Thomas wünsche ich für die Marieenbader Turniere mehr Erfolg und bin auf diverse Berichte gespannt.

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Ein Schachwochenende zum Vergessen

Da hätte ich wohl am Samstag dem Turniersaal fern bleiben sollen. Erst habe ich eine voll überlegene Stellung (Fritz gibt 2.2 Punkte bei sogar einem Minusbauer an !) durch ein übersehenes Zwischenschach weggeschmissen und dann vor lauter Ärger im Bauch auch noch die zweite Partie hinterher.

Also bleibt noch etwas Zeit, um Prag noch mehr zu erkunden.

Prag-Karolinental (oder Prag 8 -Karlin) ist ein alter Arbeitervorort. Nach 1990 und vor allem nach dem Hochwasser von 2002 hat man hier viel saniert. Breite Straßen ( eigentlich viel Platz für Hundekot, aber den Vierbeinern ist es wohl zu kalt) mit fast auschließlich sehr schönen Bürgerhäusern und öffentlichen Gebäuden, zwischendurch Büroklopper oder ganze Bürokomplexe, viele Geschäfte und auch Parks ,vermitteln einen angenehmen Eindruck.

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Ab und zu kommt einem schon mal auf offener Straße ein Freischwimmer entgegen. Das kann man aber anders als die Niederlagen im Schach auch bei Frost ertragen.

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Sehr interessant ist die Geschichte des Invalidenhauses. Hier hat ein verkrüppelter Italienischer Offizier ursprünglich eine Unterkunft für bis zu 4000  Verwundete der vielen Kriege im 18. /19. Jahrhundert errichten wollen .Gereicht hat das Geld nur für einen Komplex, in dem schlußendlich über 1000 Menschen wohnten -verwundete Offiziere und Soldaten, zum Teil mit Familien. Eingebunden waren Geschäfte, Werkstätten, auch eine Schule. Jetzt beherbergt der Gebäudekomplex das Armeearchiv.

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Am Freitag habe ich es auch endlich mal  ins Marionetten-Theater geschafft. „Don Giovanni“ in italienischer Sprache ohne Untertitel ! Ich war nahe am  Mitsingen ! Dann hätte ich mich noch mehr vom ausschließlich asiatischem Publikum abgehoben.

Auch die zwei Friedhöfe im Stadtteil Ziskov, der Neue Jüdische und der  Olsany-Friedhof mit über 1 Million Gräbern, waren zum ersten Mal meine Ziele. Auf dem ersteren liegt Kafka begraben und auf dem anderen findet man das Urnengrab des ersten kommunistischen Präsidenten der Tschechen und Slowaken: Gottwald. Der arme Junge verstarb, nachdem er sich auf Stalins Begräbnis verkühlt hatte. Zu allem Überfluß hatte man ihn auch noch falsch einbalsamiert, so dass man ihn nur wenige Jahre im Nationaldenkmal, neben dem Ziskov- Reiterstandbild, zur Schau stellen konnte.

Traditionell am Sonntag Punkt 10:00 Uhr habe ich mich im Schwarzen Ochsen eingefunden. 2 Stunden „Typen gucken“ bei frischem Großpopowitzer. Es ist schon erstaunlich. Diese Bierschwemme steht in jedem Reiseführer. Touristen sucht man aber vergeblich.  Man trifft nur das böhmische Stammpublikum aus dem Burgviertel. Früher war das anders. Immer brechend voll ( das Lokal!), mußte man mitunter sein Gezapftes auf der Straße trinken.

Ursache ist eine Übereinkunft zwischen den Betreibern und dem ehemaligen Präsidenten Havel nach 1990, dass die Kneipe nicht „wegsaniert“ wird, sie dagegen auf Reklame nach außen verzichtet und mit dem Gewinn eine naheliegendes Blindenheim unterstützt. So sitzt man  im Warmen und sieht mit Schadenfreude Unmengen durstiger Touristen vorbeilaufen und vergißt nebenbei diesen blöd gelaufenen Samstag.

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Die Inder sind die neuen Russen,

zumindest was die diesjährigen zwei Prager Turniere der Czech Tour 2012/13 betrifft. Mit und ohne farbigen Punkt auf der Stirn sind sie zahlreich angereist, nach (unbestätigen) Gerüchten sogar mit dem Nationaltrainer.

Dieses Jahr findet die Veranstaltung an einem neuem Platz statt. Im Hotel Olympik in Prag-Karolinental haben sich 180 Spieler verschiedener Nationalitäten für das Turnier A und knapp 100 für das Turnier B eingeschrieben. Viele bekannte Gesichter und Namen, manchmal auch in der gleichen Kleidung wie in jedem  Jahr, sind darunter. Man ist also in Familie.

Leider bin ich der einzige aus der Bannewitzer Riege. PiPo (der aus dem letzten Haus von Rippien) hat schlussendlich einer betriebswirtschaftliche Bildungsmaßnahme den Vorrang gegeben.

Allerdings geht die neue Unterkunft auf seine Kappe. Nach meinen Vorgaben : preisgünstig,inklusive Frühstück und W-LAN hat er sie ausgesucht.

Die Pension liegt günstig zum Spiellokal , das in einer viertel Stunde Fußmarsch erreichbar ist. In entgegengesetzter Richtung sind es 25 Minuten bis zum Pulverturm. Mit richtiger Orientierung fällt man direkt aus der Metro vor den Eingang der Pension. Eine erste Stipvisite der Umgebung ( Supermarkt nebenan, Non-Stop Potraviny rings um, jede Menge Lokalitäten von Cafe über Bar , Kneipe und Restaurant) erhärtet sich  jedoch der Verdacht, PiPo  hat dies einzig und allein der Namensgebung dieser Lokalitäten wegen ausgesucht. Inspiziert wurden auf jeden Fall schon U cerny plice und  U mrtvyho Ptaka. Was so ein Schachspieler sonst ißt, kann er hier auch trinken.

Im B-Turnier wartet nach zwei Pflichtsiegen ( gegen einen Auftaktgegner – eine Mischung aus Schweinehack und Brötchen ( PiPo: ich vermeide Fremdwörter !)  und einem Mitdreißiger Böhmen ) werden mir wohl demnächst die um den Tour -Sieg kämpfenden Recken ,welche ausnahmslos ins B-Turnier gewechselt sind, gegenüber sitzen.

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5 Bannewitzer Schachspieler erobern Marienbad

Was haben Antonín Dvořák, Sigmund Freud, Zar Nikolaus II. und Mark Twain gemeinsam?
Sie alle waren Kurgäste in Marienbad.
In dieses Städtchen im äußersten Westen Tschechiens gelegen, führt uns der heutige Bericht.
Anlass unserer Reise war jedoch kein Kuraufenthalt, sondern, wie kann es für Schachspieler anders sein, ein Schachturnier.
150 Spieler aus 17 Ländern trafen sich zum „Marienbad-Open“, dass bereits zum elften Mal ausgetragen wurde. Aus dem Fakt, dass das Turnier für Spieler aller Leistungsklassen offen ist, leitet sich der Name „Open“ ab.
Immerhin hatten sich fünf Spieler der 1. Bannewitzer Schachmannschaft, die diese Saison in der höchsten Liga Sachsens im Punktspielbetrieb die Klingen kreuzt, zusammen gefunden, um in Marienbad Bannewitzer Schachflagge zu zeigen. Das war für ein Turnier in Böhmen neuer interner Vereinsrekord. Unser Spitzenbrett, Rainer Rösemann, wagte sich als Fidemeister gar ins parallel stattfindende IM-Turnier(IM steht für Internationaler Meister), um evtl. eine IM-Norm zu ergattern.
Unser Quartier befand sich eine knappe halbe Gehstunde vom Hotel Polonia, dem Turnieraustragungsort, entfernt. Da bis auf eine Ausnahme nur eine Partie je Tag gespielt wurde, gestaltete sich die Woche sehr erholsam. Das Wetter lud vor allem die ersten Tage mit Matschwetter wenig zu Spaziergängen und Ausflügen ein, also nutzten wir die Zeit zum Ausschlafen und zur Partievorbereitung. Gegen Wochenmitte sank die Quecksilbersäule unter 0°C, so dass nun stabiles Winterwetter Einzug hielt.
Für uns das Zeichen, uns wenigstens etwas in der Umgebung umzutun. Wir fuhren ins nahegelegene Prämonstratenserkloster Tepl, welchem Marienbad seine Gründung verdankt. Bereits im 12. Jahrhundert gegründet, erlebte das Kloster Höhen und Tiefen. Goethe überließ dem Kloster als Dank für Kuraufenthalte in seinen späten Jahren seine Gesteinssammlung. Drastisch war der Einschnitt während der Herrschaft der Kommunisten ab 1948. Nicht untypisch das Beispiel des Abts Hermann Josef Tyl, der 1943 von den Nationalsozialisten in Auschwitz und Buchenwald interniert wurde, sich nach dem Krieg für den Wiederaufbau einer neuen Glaubensgemeinde stark machte und 1948 in ein kommunistisches Konzentrationslager kam. Das Kloster wurde 1950 „gesäubert“ und der tschechischen Armee übergeben. Ab 1978 stand die Klosteranlage leer und verfiel. Auch heute noch ist der Sanierungsbedarf enorm, obwohl einzelne Gebäude bereits restauriert wurden.

Kloster Tepl
Auf dem Rückweg vom Kloster speisten wir im Bierkeller von Kuttenplan, der 40 Meter in den Granit getrieben wurde. Wahrzeichen des dort gebrauten Biers ist ein Hund, der der Überlieferung nach im Mittelalter eine sehr ausgiebige Quelle aufgespürt haben soll.
In Marienbad selbst befanden sich die bekannten Kolonnaden nur wenige hundert Meter von unserem Spiellokal entfernt. Der mutigere Teil von uns füllte vor Partiebeginn die Wasserflasche mit dem Mineralwasser, was aus vier verschiedenen Quellen im Pavillon der Kreuzquelle sprudelte. Als am bekömmlichsten stellte sich die Karolinenquelle heraus. Deren Mineralgehalt beträgt 1690mg/Liter. Den „gefährlichsten“ Eindruck hinterließ bei uns das Wasser der Kreuzquelle mit einem Mineralgehalt von 9600mg/Liter. Keiner von uns wagte es größere Mengen dieses Wassers am Schachbrett zu sich zu nehmen.

Kolonnaden
Da wir uns diesmal vor fast jeder Partie gut vorbereiteten, lief das Turnier für alle von uns ganz gut. Unser bester Mann, Peter Simon, spielte am letzten Tag sogar an Tisch 3. Leider verlor er gegen die russische Frauengroßmeisterin Irina Semenova. Sonst hätte es sogar zu einem Spitzenplatz gereicht.

Scahchspieler

Insgesamt platzierten wir uns aber alle 4 im ersten Drittel des Teilnehmerfeldes. Rainer hatte im IM-Turnier einen Superstart, verlor dann aber mehrere Partien in Folge, so dass es am Ende nichts mit der IM-Norm wurde.
Dem Autor dieser Zeilen gelang eine hübsche Partie gegen eine polnische Nachwuchsspielerin. Das Diagramm zeigt die Stellung vor dem letzten Zug von Schwarz.

Schachrätsel

Gerade hat Weiß den Springer auf das Eckfeld h1 gezogen, um das Matt auf f2 abzudecken. Wie konnte Schwarz jetzt den Karnickelfangschlag anbringen? Wer die Lösung kennt, schreibt sie an bbb-schach-raetsel@randspringer.de. Zu gewinnen gibt es eine Flasche Pilsner Urquell.

weitere Fotos

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Remiskönig !

Es ist vollbracht. Nach 40 Zügen und knapp 4 Stunden endete auch meine fünfte Partie mit einem Remis. So etwas nennt man Kontinuität oder einen lückenlosen Zusammenhang.

Zum Frühstück konnte ich meine, zugegeben mangelhaften, Kenntnisse einer slawischen, wenn auch nicht die, der Dammvorstädter, Sprache nutzbringend anwenden und dem Kassierer des Übernachtungspreises ( auch eine gute Geschäftsidee: Man setzt denMitarbeiter mit 0,0 Fremdsprachkenntnissen auf diesen Platz) klarmachen, dass die Zahlen 24,25,26 neben dem jeweiligem Preis von 133 PLN nicht eine etwaige „Konsumentia“ waren, sondern einfach das Datum.

Das soll aber den guten Eindruck auf dem anderen Oderufer nicht schmälern. Auch dort kommen die wilki – nie allein !

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Buletten, Buletten

Während Sportfreund Linde sicherlich gerade um den letzten halben Punkt mit einen seiner berühmten Antischeinrückopfer mauschelt, möchte ich die Gelegenheit nutzen, eine kulturelle Scharte im Antlitz dieses Blogs zu verbinden.

Es handelt sich um die mehrfache Verwendung des „Wortes“ Bullette in seinem letzten Blogbeitrag.

Das Wort Bulette wurde von den  aus Frankreich stammenden Hugenotten in Berlin und der Mark Brandenburg eingeführt. Es stammt vom französischen „boulette“ (Fleischbällchen) ab, was wiederum dem Wort „boule“ (Kugel) seine Wurzel verdankt.

Das Wort Bullette existiert hingegen in der deutschen Sprache nicht. Vielleicht hat der Autor an die Bullenschweine vom BFC-Dynamo gedacht und es kam eine inkorrekte Assoziation im Kortex zustande. Oder er vermutete, dass Buletten nur aus gutem deutschen Bullenfleisch hergestellt werden. Das ist ebenso falsch. Buletten werden aus allen Möglichen hergestellt: Deutschen Bullen, Algen, in Frankfurt a.d.Oder polnischen Katzen, tschechischen Meerschweinchen und im Dezember 1989 wurde sogar der Zauberpeter in einer Bulette verarbeitet.

Die Verwendung des Wortes Bullette anstelle des korrekten Bulette wäre nicht weiter tragisch, jedoch hat der Autor einen sehr berühmten Dichtersohn. Wollen wir hoffen, dass die mendelschen Gesetze auch für den Linde-Clan greifen. Wenn nicht, wäre dies dann in der Tat fatal.

Normalerweise hätte ich dem Autor die Benutzung des Wortes Frikadelle nahegelegt,  jedoch befürchte ich bei der assoziativen Windhündigkeit von Linde damit vom Regen in die Traufe zu geraten.  Für die fehlerhafte Schreibweise Frickadelle spricht die gar zu einfache(wenn auch falsche) Eselsbrücke: Vorne wie Ficken mit „r“ und hinten „adelle“ – ist doch klar.

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Bulletten, Bulletten

Runde 3 und 4 hielt jeweils eine Bullette als Gegner bereit. Eigentlich eine meiner Lieblingsspeisen. Die erste war ja noch gut verdaulich, abgesehen von der Frechheit, mir BDG aus meinem Skandinavier vorzusetzen. Dann löste sich das Getöse in Schall und Rauch auf und ich hatte Muße, den sogenannten Polenmarkt in der Dammvorstadt zu besuchen.

Also die von Vietnamesen beherrschten Märke and der Sächsich-Böhmischen Grenze  sind ein lauer Pups gegen diesen (nach einem Brand und 3 Jahren Wiederaufbauzeit erst kürzlich wieder eröffnet). Leider sind die von den städtischen Markthallen her bekannten lokalen Anbieter mit Pilzen, Honig, und selbst Eingelegtem in der Minderheit. Allerdings fehlen vollständig Gartenzwerge, Vogelhäuser und Wackeldackel. Es sind aber noch Buden zu vermieten !

Die zweite Bullette war dann heute Nachmittag von anderem Kalliber. Die hat  dem gestrigen Getier alle Ehre gemacht. Hat mich sogar belehrt, was ich vom Alter her schon eine Zumutung fand, und stand eigentlich gut gegen mich. Aber nur eigentlich. Durch ein Scheinopfer meines Läufers und ein erzwungenes Rückopfer einer Qualität, mußte er selber Remis bieten.

Zum Glück sind es 10 km vom Ramada zu meiner Unterkunft. So ist ausgeschlossen, dass der Gestank der sich grau gefärbten Bullette bis hier her dringt.

Morgen wartet die Setzlistennummer 2 auf mich ( Ich habe dann weg 1,2,3,5,6). Übrigens die 1. Runde meiner Gruppe ist im Internet falsch ausgewiesen,. Ich habe mit Schwarz gegen Böhme gespielt.

Noch eine Frage an alle: Kann man durch Mail’s angesteckt werden ? Pipo I hat sich unmöglich abwertend gegen über meinenvschachlichen Resultaten  geäußert.

Dabei ist er doch krank.

Ich baue hier auf jeden Fall der Ansteckungsgefahr vor und bestelle nun wiederholt einen Zubrovka, den ich auch auf das Wohl der  Wölfe genieße, die nie allein kommen und nach schlimmen 3 Vierteln doch noch gewonnen haben.

Alles Live beim Schreiben verfolgt. Also verzeiht mir die Rechtschreibfehler.

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Einfach zu alt !

In Vorbereitung auf mein schachliches Highlight für 2012 – das Auswärtsspiel am 15.Januar,  irgendwo im Niemandsland zwischen Sachsen, Böhmen und Schlesien – habe ich meine guten Vorsätze über den Haufen geworfen. Ich wollte kein Turnier mehr spielen, zu dem ich an mehreren Tagen, mehr als ein mal ans Brett muss. Habe mich also in für mich unbekannte Gefilde aufgemacht und über die erste sozialistische Stadt der verblichenen DDR FFO erreicht. Obwohl: Mein Navi hat mehrmals hartnäckig behauptet, ich solle doch nach Frankfurt am Main abbiegen.
Quartier habe ich in der Dammvorstadt genommen. Hier wollen sie zwar Groschen als Zahlungsmittel – das aber mehr als die Hälfte günstiger als am Austragungsort ( 62 € Sonderpreis für das Zimmer sind dort schon happig , unverschämt sind dann allerdings die zusätzlichen 11 € fürs Frühstück  – das allein wären noch 1989  ungefähr 40 Mark für die Getreuen aus oben erwähntem Stalinstadt).
Außerdem muss man im Ramada – FFO bei geschlossenem Fenster schlafen, will man nicht die ganze Nacht dem Transitverkehr nach Warschau, Kaschubien ,Baltikum, Ostpreußen und St. Petersburg lauschen.
Hier am Rande der Dammvorstadt ist man mitten im Wald.
Das Turnier begann heute 10:00 Uhr. Mein Gegner holte gleich zur Begrüßung die Keule raus. Er kenne da jemanden aus unserem Verein, der aber im Gegensatz zu ihm ein schachlicher Zwerg sei. Auf Grund seines Dialektes konnte er nur unser Spitzenbrett der 2.Mannschaft meinen – also Gruß an den Zwerg.
Diesem Menschenschlag wird ja nachgesagt, dass er an gewissem Körperteilen übel rieche. ZurEhrenrettung meines Gegners: Das war bei ihm nicht der Fall. Allerdings war er nach 5 Stunden (wir spielten die längste Partie in unserer Gruppe)   arg stinkig, nachdem ich eine Remisstellung ( Gruß an Pipo II – ich habe deine Stellung (Stonewall) vom Sonntag richtig zu Ende gespielt –  das habe ich mir abgeguckt !!!) per Läuferopfer zum „Tot-Remis“ mit nur noch Restsekunden auf der Uhr gebracht hatte.
Noch übler traf’s mich in der 2. Runde. Der Schachfreund trägt den üblen Geruch schon im Namen seines Vereins. Sicherlich ist das der Tatsache geschuldet, dass er nur zur Hälfte der Zeit meines Gegners Nummer 1 das Wasser sieht.
Als Setzlistennummer 1 spielte er arg gekünstelt. Da ich aber nun wirklich zu alt bin, nach nur einer Stunde Pause noch mal zu kneten, nahm ich sein Remisgebot an, nachdem er meins zugs zuvor abgelehnt hat.

Hier der Link zum Turnier: http://www.ramada-cup.de/frankfurt/turnier.html?gruppe=B&typ=tn

Whiterocker
die Wölfe kommen -nie allein !

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Einfach zu alt !

In Vorbereitung auf mein schachliches Highlight für 2012 – das
Auswärtsspiel am 15.Januar,  irgendwo im Niemandsland zwischen Sachsen,
Böhmen und Schlesien – habe ich meine guten Vorsätze über den Haufen
geworfen. Ich wollte kein Turnier mehr spielen, zu dem ich an mehreren
Tagen, mehr als ein mal ans Brett muss. Habe mich also in für mich
unbekannte Gefilde aufgemacht und über die erste sozialistische Stadt
der verblichenen DDR FFO erreicht. Obwohl: Mein Navi hat mehrmals
hartnäckig behauptet, ich solle doch nach Frankfurt am Main abbiegen.
Quartier habe ich in der Dammvorstadt genommen. Hier wollen sie zwar
Groschen als Zahlungsmittel – das aber mehr als die Hälfte günstiger als
am Austragungsort ( 62 € Sonderpreis für das Zimmer sind dort schon
happig , unverschämt sind dann allerdings die zusätzlichen 11 € fürs
Frühstück  – das allein wären noch 1989  ungefähr 40 Mark für die
Getreuen aus oben erwähntem Stalinstadt).
Außerdem muss man im Ramada – FFO bei geschlossenem Fenster schlafen,
will man nicht die ganze Nacht dem Transitverkehr nach Warschau,
Kaschubien ,Baltikum, Ostpreußen und St. Petersburg lauschen.
Hier am Rande der Dammvorstadt ist man mitten im Wald.
Das Turnier begann heute 10:00 Uhr. Mein Gegner holte gleich zur
Begrüßung die Keule raus. Er kenne da jemanden aus unserem Verein, der
aber im Gegensatz zu ihm ein schachlicher Zwerg sei. Auf Grund seines
Dialektes konnte er nur unser Spitzenbrett der 2.Mannschaft meinen –
also Gruß an den Zwerg.
Diesem Menschenschlag wird ja nachgesagt, dass er an gewissem
Körperteilen übel rieche. ZurEhrenrettung meines Gegners: Das war bei
ihm nicht der Fall. Allerdings war er nach 5 Stunden (wir spielten die
längste Partie in unserer Gruppe)   arg stinkig, nachdem ich eine
Remisstellung ( Gruß an Pipo II – ich habe deine Stellung (Stonewall)
vom Sonntag richtig zu Ende gespielt –  das habe ich mir abgeguckt !!!)
per Läuferopfer zum „Tot-Remis“ mit nur noch Restsekunden auf der Uhr
gebracht hatte.
Noch übler traf’s mich in der 2. Runde. Der Schachfreund trägt den üblen
Geruch schon im Namen seines Vereins. Sicherlich ist das der Tatsache
geschuldet, dass er nur zur Hälfte der Zeit meines Gegners Nummer 1 das
Wasser sieht.
Als Setzlistennummer 1 spielte er arg gekünstelt. Da ich aber nun
wirklich zu alt bin, nach nur einer Stunde Pause noch mal zu kneten,
nahm ich sein Remisgebot an, nachdem er meins zugs zuvor abgelehnt hat.

Link zum Turnier

Whiterock
die Wölfe kommen -nie allein !

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zurück im Schachalltag

Die gestrige Runde brachte für mich nicht das erhoffte Ergebnis. Wieder mal stand ich etwas besser, konnte aber selbst einen Mehrbauer ( PocketFritz zeigte nach der Partie nur ein +0.19 an) nicht zum Sieg wandeln. Also reichlich 5 Stunden vergebene Mühe und zum Schluss noch ein mehr glückliches Remis.

Auch im „Velryba“ weit und breit keine hübsche Französinnen ( nur ein paar sehr derbe Austraulier, dafür erfreulicher Weise viele Böhmer). Es hat sich wohl doch bis Frankreich rumgesprochen, dass Franz Kafka seine Bücher in Deutsch ( seiner Muttersprache ) veröffentlicht hat. Also in Dresden nach den Mädels umgucken !

Vor der heutigen Runde werde ich mich zum „Schwarzen Ochsen“ aufmachen. Dort gibt’s das Großpopowitzer (hätte fast Großpipo geschrieben- das wäre aber arg übertrieben) – für mich das Beste aller böhmischen Biere.  Hoffe, dass es dann im Schach auch läuft.

   

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